Blog April 10, 2019

Der Digitalisierung den Schrecken nehmen

Was bedeutet sie für Ihre Führungskräfte und Vertriebsmitarbeiter? - Von Coralie Krumpholtz, Consultant

Die Digitalisierung beschäftigt derzeit viele Unternehmen und Mitarbeiter. Oft erscheint sie als eine der dringendsten und schwierigsten Herausforderungen, denen sich Unternehmen stellen müssen. Als Trainerin und Beraterin werde ich oft von Unternehmen gefragt, ob wir eine Lösung anbieten, um den Folgen der Digitalisierung zu begegnen.

Die gute Nachricht: So überwältigend und unlösbar wie der Trend Digitalisierung zunächst wirken mag, ist er nicht. Die schlechte Nachricht: Es gibt keine Einheitslösung. Für jedes Unternehmen bedeutet Digitalisierung etwas Anderes und wenn ich die Herausforderungen in den verschiedenen Unternehmen genauer analysiere, zeigen sich oft ganz unterschiedliche Fragestellungen:

Für Manager heißt es sehr häufig, dass sich ihre Aufgaben verändern. Da mittlerweile Computerprogramme die Analyse von KPIs übernehmen, verlagert sich ihre Rolle vom überwiegend KPI getriebenen Management hin zum Motivieren, Inspirieren und Coachen ihrer Mitarbeitenden. Es kann auch bedeuten, dass sie länderübergreifende virtuelle Teams führen und ihren Führungsstil entsprechend darauf anpassen müssen. Wichtige Fragen dabei: Wie können sie Mitarbeiter motivieren oder Vertrauen aufbauen, wenn man sich nur wenige Male im Jahr persönlich trifft? Wie stellt man eine gute und effektive Kommunikation über E-Mail, Chats oder Videokonferenzen sicher? Welche kollaborativen Projektools bieten sich an? Und wie sollte man die Kommunikation in multikulturellen Teams anpassen oder ausrichten?

Im Vertrieb beobachten wir, dass der Kunde manchmal besser informiert ist als der Vertriebsmitarbeiter selbst. Für ihn stellt sich die Frage: Wie verkaufe ich heute, wenn auf einmal der Kunde einen Informationsvorsprung hat und nicht mehr ich? Wie zeige ich dem Kunden unseren Mehrwert, wo er doch so viele Angebote finden und diese ganz einfach vergleichen kann? Wie lerne ich Lösungen zu verkaufen statt Produkte, die mehr und mehr vom Kunden über Onlineshops bestellt werden?

Und für immer mehr Personalentwickler stellt sich die Frage: Wie kann ich Trainingsangebote digitalisieren und an die Bedürfnisse und unterschiedlichen Lernstile unserer Mitarbeiter anpassen? Denn die Mitarbeiter erwarten Lerninput zunehmend auf Knopfdruck und in kürzeren, schnell anwendbaren Lerneinheiten.

Diese Liste könnte man je nach Rolle, Unternehmen, Branche etc. endlos weiterführen.

Von daher müssen Sie zunächst analysieren, welche Herausforderungen die Digitalisierung für Ihr Unternehmen bedeutet und welche neuen Verhaltensanforderungen sie an Ihre Mitarbeiter stellt. Welche neuen Verhalten müssen Ihre Mitarbeiter beherrschen, um in Zeiten des Wandels erfolgreich zu sein? Wie können sie agiler arbeiten, Probleme kreativ lösen, Teamarbeit stärken und interkulturelle Kompetenzen aufbauen? Wenn Sie definiert haben, welche neuen Verhaltensweisen Ihre Führungskräfte, Vertriebler und Mitarbeiter zeigen müssen, können diese gezielt und auch digital gefördert werden.


Digitalisierung ist also nur dann eine Hürde, so lange Sie nicht verstehen, was sie für Ihr Unternehmen bedeutet. Sobald Sie dies erkannt haben, können Sie sich auf die Chancen konzentrieren, die sie Ihnen bietet.

 

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